23. und 24. 9.2011 "Berufsfindungsaktionstage" für Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs
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In der Honigfabrik fanden am 22. und 23. September 2011 Berufsfindungsaktionstage für Mädchen statt. Elf Workshops gaben den Mädchen des 8. Jahrgangs Gelegenheit, erste Erfahrungen in Berufsfeldern zu sammeln, die nicht gerade als klassische Frauendomänen bekannt sind. In der Zwischenzeit übten die Jungs der 8. Klassen in sozialen Einrichtungen des Stadtteils ihre Fähigkeiten im sozialpädagogischen und pflegerischen Bereich. „Es war zwar sehr anstrengend, aber am Ende hat man doch was Schönes gemacht“ – mit diesen Worten brachte Nalan Karahan bei der Abschlusspräsentation ihre Erfahrungen auf den Punkt. Unter Anleitung einer erfahrenen Tischlermeisterin hatten die Mädchen ein Holzspiel hergestellt und nebenbei erfahren, was eine Tischlerin alles können muss, wie ihr Berufsalltag aussieht und welche Berufsaussichten sie hätten, wenn sie diesen Berufsweg einschlagen würden. Gleiches geschah in den anderen Workshops: ob KFZ, Radio, Medientechnik, Elektrotechnik – die Mädchen schnupperten in Bereiche, um die sie vorher einen weiten Bogen gemacht hätten. Nun mussten sie feststellen, dass sie auch als Mädchen dabei Spaß haben können. Aber nicht nur das: „Mädchen haben oft die besseren Noten, aber im handwerklichen Bereich schlechtere Ausbildungschancen“, meint Anette Ponnath vom Mädchentreff Kirchdorf Süd, die die Veranstaltung mit den Frauen aus der Honigfabrik und dem Beratungsdienst der Bonifatiusschule und der Nelson-Mandela-Schule organisiert hatte. Um dies zu ändern und den Mädchen eine Chance zu geben, sich in für sie eher unüblichen Berufen auszuprobieren, veranstaltet sie seit nunmehr 21 Jahren diese Berufsaktionstage. Bei der Abschlusspräsentation sah man viele fröhliche Gesichter, und mit großem Produzentenstolz hielten die Mädchen ihre Holzspiele fest, die sie gedrechselt hatten, ebenso wie ihre Hemden, die sie geschneidert, ihre Ringe, die sie gelötet, ihr Solaraufladegerät, das sie gebaut hatten. Mit großer Professionalität führte Pinar Atalay, bekannt als Moderatorin staatlicher Fernsehanstalten, durch das kurzweilige Programm. Ihr gelang es, die Mädchen zum Sprechen zu bringen und auch die Leiterinnen der Workshops, allesamt erfahrene Meisterinnen oder seit zig Jahren mit ihrem speziellen Berufsalltag vertraut, über die Berufsbedingungen zu befragen. Am Ende gab es viele Blumen: freundlicher Abschluss einer überaus gelungenen Veranstaltung für Mädchen, die hoffentlich auch im nächsten Jahr wieder finanziell abgesichert ist. M.G. Zur Startseite |
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